PIWI in der 15. Saarländischen SommerAkademie

Der Piwi Bildungskoffer war auf Besuch bei der 15. Saarländischen SommerAkademie 2016 beim Thema „Unsere Ozeane – Deine Zukunft“. Einen ausführlichen Bericht zur Nutzung des Piwi Bildungskoffers für Schüler der Klassenstufen 3-6 kann man  hier nachlesen.

Der Piwi Bildungskoffer auf Besuch bei der 15. Saarländischen SommerAkademie

Bericht zur Nutzung des Piwi Bildungskoffers im Rahmen der SommerAkademie 2016 der Beratungsstelle Hochbegabung Saarland

Die Beratungsstelle Hochbegabung Saarland bietet seit 16 Jahren eine besondere Förderung für interessierte, motivierte und (hoch)begabte Schülerinnen und Schüler. Neben der Beratung und Qualifizierung finden regelmäßig verschiedene Fördermaßnahmen statt, die die Möglichkeit bieten, Gleichaltrige zu treffen, die Interessen teilen und über ähnliche kognitive Potentiale verfügen. Eine dieser Veranstaltungen ist die SommerAkademie, deren Zielgruppe die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 3-6 aller saarländischen allgemeinbildenden Schulen sind. In einer einwöchigen Arbeitsphase werden Inhalte zu einem jährlich wechselnden Thema bearbeitet, die abschließend den Eltern vorgestellt werden.

In Anlehnung an das Wissenschaftsjahr 2016 lautete das diesjährige Thema der SommerAkademie „Unsere Ozeane – deine Zukunft“. Die verschiedenen Werkstätten innerhalb der Akademie beschäftigten sich dazu mit abwechslungsreichen Inhalten wie zum Beispiel der biologischen Vielfalt oder den physikalischen Gegebenheiten der Ozeane. Eine Schülergruppe befasste sich intensiv mit der Verschmutzung unserer Meere, den Auswirkungen auf die Umwelt und möglichen Gegenmaßnahmen zur Abschwächung der oft verheerenden Folgen.

An dieser Stelle bot sich die Nutzung des Piwi-Bildungskoffers an, da er viele interessante Materialien zum Thema enthält. Zum Einstieg und zur Aktivierung des Vorwissens wurde beispielsweise ein Galeriegang entlang der Poster durchgeführt. Sie regten auch die Fantasie der Lernenden bei der abschließenden Gestaltung ihrer Präsentationsmaterialien an und verhalfen so zu kreativen und lehrreichen Ergebnissen, die am letzten Tag der SommerAkademie den Eltern vorgestellt wurden.

Das selbstständige Basteln des „Himmel-und-Hölle“-Faltspiels förderte neben den motorischen Fähigkeiten der Akademie-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer auch das Wissen zur Abbaudauer verschiedener Verpackungsprodukte. Immer wieder wurde das neugewonnene Wissen auf auf die Materialien abgestimmten Arbeitsblättern festgehalten. Im Anschluss konnte es dann beim Abbaudauer-Memory noch spielerisch erweitert und vertieft werden. Bei der Abschlusspräsentation durfte das Publikum selbst solche Spiele basteln und schätzen, welche Stoffe wie viel Zeit zum Abbau benötigen.

Nach getaner Arbeit war das Geschicklichkeitsspiel „Die Reise der Meeresschildkröte“ für die Lerner eine tolle Möglichkeit, sich weiterhin mit dem Thema zu beschäftigen, ohne dessen überdrüssig zu werden.

Eine Aufgabe, bei der sich die Schülerinnen und Schülern in die Lage eines Fischers hineinversetzen sollten, der in verschmutzten Angelgründen fischt, wurde durch das Spielen des Angelspiels wesentlich motivierter und mit mehr Verständnis gelöst. Am Präsentationstag kam das Spiel vor allem bei den Geschwisterkindern gut an und führte zu ausgiebigen Angel-Wettkämpfen, bei denen die Akademie-Teilnehmer ihren Familien die Probleme der Fischer aufzeigen konnten.

Auch das in den Lupengläsern ausgestellte Mikroplastik wurde mit größtem Interesse betrachtet und regte die Schülerinnen und Schüler an, eigene Recherchen zum Thema anzustellen und sich unter Anderem damit auseinanderzusetzen, welche Kosmetikprodukte Mikroplastik enthalten und welche nicht. Die neu gewonnenen Erkenntnisse gab eine der Teilnehmerinnen mit Hilfe eines selbst erstellten Plakates und einigen Kosmetikprodukten an die Eltern weiter. Diese durften selbst herausfinden, ob ein Produkt unbedenklich ist oder ob Mikroplastik zugesetzt wurde.

Die im Koffer enthaltenen Realgegenstände wurden in Form einer Ausstellung gezeigt, die den Schülerinnen und Schülern mehr als einmal einen Laut des Erstaunens entlocken konnten. Die Tatsache, dass es sich um tatsächlich dem Meer entnommene Plastik-Gegenstände handelte, die teilweise auch noch die Bissspuren von Meeresschildkröten trugen, hinterließ einen bleibenden Eindruck und verdeutlichte die in der Theorie betrachteten Probleme und Gefahren.

Zu guter Letzt wurde auch das zugehörige Buch mit Freude als Geschenk angenommen und mit großem Interesse gelesen.

Insgesamt lässt sich festhalten, dass der Bildungskoffer die Arbeit in den Werkstätten bereichert und zur Authentizität und Motivation beigetragen hat. So hat diese Woche des „zusätzlichen Lernens“ in den Sommerferien sowohl den Schülerinnen und Schülern, als auch den Betreuern großen Spaß gemacht. Den wünschen wir nun auch allen anderen, die den Piwi Bildungskoffer in Zukunft nutzen dürfen!

Katharina Lux und Jessica Weißenauer

PIWI in der 15. Saarländischen SommerAkademie